Kommentar

Käfig oder Kugel: Kriminalität als Wahlkampfthema ist ein alter Hut

Nicht nur in Peru ist das Sicherheitsbedürfnis der Bürger ein Wahlkampfthema. Und nicht nur in dem südamerikanischen Land ist die hohe Kriminalität die Folge extremer sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit.

Sicherheitsprotest vor dem Präsidentenpalast in Peru mit schlafendem Hund im Vordergrund

Kann das Sicherheitsthema noch schlafende Hunde wecken? Hier vor dem Präsidentenpalast in Peru. Foto: Luis Robayo/AFP

Das Sicherheitsbedürfnis der Bürger spielt bei Wahlen nicht selten eine Rolle. Es ist vor allem ein Lieblingsthema konservativer und rechtspopulistischer Politiker. Das ist nicht neu und gilt weltweit. Am Sonntag müssen rund 27 Millionen Stimmberechtigte einen neuen peruanischen Präsidenten, 130 Kongressabgeordnete und 60 Senatoren wählen, denn auch in Peru gilt Wahlpflicht. Das südamerikanische Land hat in den letzten zehn Jahren bereits neun Staatsoberhäupter verschlissen. Zurzeit ist noch der Linke José María Balcázar Präsident, der dritte in Folge, der nicht gewählt, sondern vom Kongress ernannt wurde. Obwohl das Amt ein Schleudersitz ist, bewerben sich 35 Kandidaten von etwa ebenso vielen Parteien um den Posten. Eine Entscheidung dürfte erst bei der Stichwahl der beiden Erstgewählten am 7. Juni fallen.

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