Editorial

Zwischen Kritik und Verständnis: Ein Plädoyer für mehr Perspektivwechsel

Wie ein Rollenwechsel den eigenen „richtigen“ Blickwinkel in Frage stellt.

Winzer mit Notizblock und Kamera beim Rollenwechsel vom Weinbau zum Journalismus im Weinberg

Rollenwechsel: Die Winzer werden zu Journalisten Foto: Editpress/Julien Garroy

„Eine Zusammenarbeit zwischen von EU-Geldern finanzierten Winzern & Fake-News-Journalisten.“ Formulierungen wie diese stehen exemplarisch für ein Narrativ, das in populistischen Debatten immer wieder auftaucht. Häufig wird dabei ohne eigene Erfahrung und ohne fundiertes Wissen argumentiert. Kritik wird schnell geäußert – oft ohne tiefere Kenntnisse über Personen oder Sachverhalte. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es ist einfacher, zu kritisieren, als sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen oder konkrete Lösungen zu entwickeln. Wir haben verlernt, die Welt durch fremde Augen zu sehen. Es ist an der Zeit, einen Blick auf die Kraft des Perspektivwechsels zu werfen.

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