Causa Sportmuseum
„De Geck gemaach“: Stellungnahme der Regierung stellt Abgeordnete nicht zufrieden
Die Budgetkontrollkommission hat sich am Montag mit dem Sportmuseum in Esch beschäftigt. Den ehemaligen Sportminister hat das Projekt seinen Job gekostet, andere könnten mit den nun vorliegenden Dokumenten in Bedrängnis geraten.
Das Dossier rund um das Projekt Sportmuseum auf der Escher „Rout Lëns“ wird die Chamber auch weiterhin beschäftigen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Es sollte Georges Mischos (CSV) Prestigeprojekt einer bis dahin politischen Bilderbuchkarriere werden: vom Escher Bürgermeister ins Sportministerium, um das lang ersehnte nationale Sportmuseum in seiner Heimatstadt zu vollenden. Schlussendlich sorgte es für sein Regierungsaus und der Wandlung eines politischen Höhenritts in einen beispiellosen Absturz, der mit einem vielbeachteten Radiointerview bei seiner Rückkehr ins Parlament im Januar seinen vorläufigen Tiefpunkt fand. Denn das Dossier rund um das Sportmuseum auf der „Rout Lëns“ in Esch beschäftigt die Chamber auch weiterhin. Und könnte zwei weitere Minister in Erklärungsnot bringen: Mischos Parteikollege und bisheriger CSV-Saubermann Gilles Roth und die DP-Bautenministerin Yuriko Backes. Denn nach nun öffentlich gewordenen Unterlagen könnten beide Minister bereits viel früher über die Details des Dossiers und das „protocole d’accord“ zwischen Sportministerium und Bauträger Bescheid gewusst haben, als sie bisher öffentlich zugegeben haben. Georges Mischo soll dieses nach bisherigen Erkenntnissen unterzeichnet haben, ohne seine Regierungskollegen darüber zu informieren.