Affäre Wilmes

Gesundheitsministerium weist Vorwürfe aus Wort-Artikel zurück

Der Anwalt des vorläufig suspendierten Chirurgen Philippe Wilmes stellt in einem Wort-Artikel die Unabhängigkeit eines vom Gesundheitsministerium genannten Experten in Frage. Wilmes selbst spricht auf Facebook von „Gemauschels“ mit der Gesundheitsministerin und bezeichnet einen renommierten CHL-Arzt als „Denunziant“. Das Gesundheitsministerium weist die Vorwürfe in einer Mitteilung zurück.

Philippe Wilmes präsentiert auf Facebook mutmaßliche Zusatzinformationen zum Wort-Artikel in einem informativen Beitrag

Philippe Wilmes liefert auf seiner Facebook-Seite mutmaßliche Zusatzinformationen zum Wort-Artikel Foto: Screenshot Facebook

Das Wort veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel, in dem der Anwalt des für drei Monate von der CSV-Gesundheitsministerin suspendierten orthopädischen Chirurgen Philippe Wilmes die Unabhängigkeit einer Expertin in Frage stellt, die – laut Wort – Martine Deprez vorgeschlagen habe, um die von Ärzten aus dem CHL und dem „Collège médical“ erhobenen Vorwürfe gegen Wilmes zu prüfen. Diese „französische Expertin“ habe dem Wort zufolge „nachweislich eine fachliche Verbindung zu einem der Hauptankläger, einem renommierten Luxemburger Knieexperten aus dem CHL“. Zudem habe diese Expertin einen dritten Experten vorgeschlagen, der „ebenfalls in Verbindung zu diesem CHL-Orthopäden“ stehe, berichtet das Wort. Alle drei seien in „der europäischen Fachgesellschaft ESSKA“ aktiv, es bestünden „wissenschaftliche Kooperationen und gemeinsame Publikationen“. Zwischen dem Luxemburger Knieexperten und dem dritten Experten bestehe auch „eine aktuelle Zusammenarbeit in einer Sportklinik in Katar“, schreibt das Wort. „Die Auswahl der Experten wirkt damit weniger wie eine Suche nach unabhängigen Prüfern, sondern eher wie eine Abstimmung mit dem Umfeld der Anklageseite“, schlussfolgert die Journalistin der Mediahuis-Gruppe.

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