Deutscher Carrera Cup
Chester Kieffer startet am Wochenende in seine zweite Saison
Am Wochenende startet der ambitionierte Chester Kieffer in Imola in seine zweite Saison auf einem Porsche 992 GT3 Cup – die erste in der stärksten nationalen Meisterschaft, dem deutschen Carrera Cup, sowie in der Königsklasse, dem Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1.
Chester Kieffer bestreitet seine erste Saison im deutschen Carrera Cup und und dem Porsche Supercup Foto: Porsche
Mit insgesamt 15 Rennen wird es ein entscheidendes Jahr für den Rookie-Sieger der vergangenen französischen Meisterschaft. Neben viel Training im Simulator waren bereits die letzten Wochen ziemlich intensiv. Als einer von acht Fahrern wird der 19-Jährige im Talent Pool von Porsche direkt gefördert und von ehemaligen Werkspiloten und Experten beim Fahren und Einstellen des Porsche, aber auch in den Bereichen Fitness, Ernährung und Medienarbeit gecoacht.
Am 4. März wurde es auf der Rennstrecke in Barcelona ernst, denn 120 Porsche 911 Cup der neuen Generation wurden an die Teams ausgeliefert und sogleich getestet. Ein Renn-ABS, eine stark überarbeitete Aerodynamik und mit 520 PS zehn weitere Pferdestärken des 4,0-Liter-Saugmotors sind die größten Neuerungen, die umgehend für schnellere Rundenzeiten sorgten. Das sehr professionelle und fordernde Team von Schumacher CLRT gewann in den letzten beiden Jahren die Team- und Fahrerwertung im Supercup und setzt 2026 auf ein Gespann aus dem Niederländer Flynt Schuring und dem COSL-Promotionskaderathleten.
Ziel: Bester Rookie
Bei Tests auf den F1-Strecken in Spa-Francorchamps, Zandvoort und am Nürburgring kam Chester Kieffer sogleich gut mit seinem neuen Porsche zurecht und lag stets weniger als eine halbe Sekunde hinter seinem Teamkollegen, dem Dritten des Supercups und dreifachen Rennsieger der letztjährigen deutschen Meisterschaft, der in dieser Saison offizieller Porsche-Junior ist. Auf konstant schnellen Runden auf seiner Heimstrecke in Spa trennten die beiden sogar nur eine Zehntelsekunde.
Beim letzten Test auf dem verregneten Autodromo Enzo e Dino Ferrari war Chester Kieffer dann erstmals Schnellster unter den Fahrern des deutschen Carrera Cups. Am Vortag, beim Kennenlernen der F1-Strecke in Imola, hatte er auf trockener Strecke noch etwas mehr Probleme – auch, weil sich die Curbs im Simulator anders anfühlten und er seine Linien anpassen musste. Zum ersten Rennen am Wochenende ist die Regenwahrscheinlichkeit leider gering, aber das Ziel von Chester Kieffer ist klar: bester Rookie zu werden und sich möglichst schnell an die Top 5 des deutschen Cups heranzufahren.